Mittwoch, 30. Mai 2012

In eigener Sache


Auf Grund der anstehenden Vorstandsfahrt des DDR-Kabinett-Bochum e.V. nach Berlin bleibt unsere Ausstellung am Freitag, 1. Juni 2012 geschlossen.
Wir werden in Berlin an verschiedenen Stellen unsere Arbeit vorstellen und auch eine Anzahl neuer Exponate mit nach Bochum bringen.
In besonders dringenden Fällen sind wir über die auf unserer Internetseite www.ddr-kabinett-bochum.de angegebenen Mobilnummern erreichbar.

Vorstand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

Straßenverkehrsordung StVO der DDR vom 26. Mai 1977 - Bildteil














Die Kurt-Barthel-Medaille

Kurth-Barthel-Medaille im Ausstellungsbestand des DDR-Kabinett-Bochum.
Die Kurt-Barthel-Medaille war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik, welche am 2. April 1979 in einer Stufe gestiftet worden war. Ihre Verleihung erfolgte in Anerkennung und Würdigung der Verdienste hauptamtlicher und ehrenamtlicher Leiter und Mitarbeiter von Jugendklubs, Klubs und Kulturhäuser aller Rechtsträger, von Einrichtungen des Museumswesens, Lichtspielwesens, Bibliothekswesens und des Buchhandels bei der Entwicklung des gesitig-kulturellen Lebens der DDR. Insbesondere für besondere Verdienste und vorbildliche Initiativen. Die erstmalige Verleihung fand anlässlich des 30. Jahrestages der DDR statt. Geehrt wurden mit der Kurt-Barthel-Medaille nur Einzelpersonen und keine Kollektive. Die Auszeichnung beinhaltete neben der Medaille, eine Urkunde sowie eine Prämie von 500 Mark. Die Verleihung erfolgte durch den Vorsitzenden der Räte der Bezirke anlässlich zum Tag der Republik am 7. Oktober eines Jahres.
Die vergoldete Medaille mit einem Durchmessern von 30 mm zeigt auf ihrem Avers das Kopfrelief Kurt Barthels der vom Betrachter aus nach rechts blickt sowie den links davon nach oben geschwungenen Namenszug: KURT BARTHEL. Das Revers der Medaille zeigte das Staatswappen der DDR. Getragen wurden die Medaille an der linken oberen Brustseite an einer 24 x 13 mm breiten blaufarbenen Spange mit goldener 10 mm durchmessender Miniatur des Staatswappens der DDR. Die Interimsspange war von gleicher Beschaffenheit und zeigte ebenfalls zusätzlich die 10 mm große goldene aufgesetzte Miniatur des Staatswappens der DDR.

aus: "Taschenlexikon Orden und Medaillen - Staatliche Auszeichnungen der DDR", 2. Auflage, VEB Bibliopraphisches Institut Leipzig 1983

Kurt Barthel – Dichter, Widerstandskämpfer, Kommunist

Kurt Barthel (Kuba)  *8. Juni 1914 – †12. November 1967
 „Wer kann dem Atem der Welt widerstehen?“

Kurt Barthel, der sich Kuba nannte, weil er nicht mit dem zu den Nazis übergelaufenen Schriftsteller Max Barthel verwechselt werden wollte, interessierte sich schon als Malergeselle für Literatur und Theater. Als Neunzehnjähriger emigrierte er in die Tschechoslowakei. Dort lernte er Louis Fürnberg kennen, der ihn zum Schreiben ermunterte. Seine Motivation war so groß, dass er neben der Arbeit im Widerstand an der Grenze die Laienspielgruppe „Neues Leben“ leiten und für die Prager „Rote Fahne“ schreiben konnte. Wie seine großen Vorbilder Walt Whitman, Wladimir Majakowski und Erich Weinert kannte er keine Trennung zwischen politischem Engagement und seiner schöpferischen Tätigkeit.
In England, im Internierungslager, entstanden die ersten Gedanken zu seinem bekanntesten und vielleicht auch schönsten „Gedicht vom Menschen“. Es hat die Form eines großen Mosaiks, das formal hymnische, balladeske, liedhafte, satirische und spruchhafte Elemente enthält. Es ist die Geschichte des Menschen, der sich aus seinen Fesseln befreit. Das Poem war ein erregendes Debüt.
''Vaterländischer Verdienstorden an Kurt Barthel überreicht von Präsident Wilhelm Pieck",   Zentralbild, Erich Zühlsdorf 20.11.1958, Deutsches Bundesarchiv, Bild 183-60144-0002
Sein Gedicht „Aufruf 1936“ ist ihm in die Heimat vorausgeeilt: „Es rosten die starken Maschinen, gelähmt liegt das fruchtbare Land ...“. Das nach vorne drängende Versmaß des Hexameters steht im Kontrast zu der Beschreibung der sinnlosen Zerstörung durch den Krieg. Eine geniale Leistung! Kein Zufall, dass Schostakowitsch diesen Text vertonte. 1947 entstand das Aufbaulied, dort heißt es: „Besser als gerührt sein, ist sich rühren“. Er wandte sich mit diesen Worten gegen eine Literatur, die sich angesichts der Trümmer in bloßer Klage erschöpft. Er hat der neuen Zeit und der Hoffnung auf eine gerechtere Welt durch den Sozialismus eine Sprache verliehen. Es war Kuba, der Lieder von dem neuen Leben schrieb, der dem Wollen und der Sehnsucht einer Generation Stimme gab. Auch andere Gedichte halten an der agitatorisch- operativen Möglichkeit der Lyrik fest. Manche muten nahezu kunstlos an, indem er beispielsweise umgangssprachliche Wendungen benutzt, „bau´n wir erst ´nen neuen Staat“. Diese formalen Elemente werden aber von ihm bewusst verwendet, nicht aus Mangel an Sprachgewandtheit.
Leider kam er nicht ohne Klischees aus, wie in der „Kantate auf Stalin“ oder in seinem „Gedanken im Fluge“, die während einer Reise durch die Sowjetunion entstanden. Aus heutiger Sicht würde man sagen, zuviel Lobhudelei. Dennoch gilt – Kuba hat die Linie weinertscher Aktionslyrik nahtlos fortgesetzt, die andere in den 50er Jahren wieder aufnahmen. Die DDR-Lyrik in den Jahren 1949 – 1961 bot kein einheitliches Bild. Ein Grund dafür ist die komplexe Vielfalt im Gedicht. Während der 50er und den frühen 60er Jahren schrieben nebeneinander drei Generationen von Lyrikern mit sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen. Kuba zählt zu der Zwischengeneration.
Neben vielen Gedichten schrieb Kuba auch Prosa, wie die Legende vom „Klaus Störtebeker“. Kubas in freien Rhythmen und volkstümlichen Versen geschriebenes szenisches Massenspiel, die in sechs Episoden gegliederte dramatische Ballade „Klaus Störtebeker“, wurde auf den Rügenfestspielen 1959 uraufgeführt. Es war ein bemerkenswerter Versuch, an revolutionäre Traditionen anzuknüpfen und neue Formen der Volksliteratur zu entwickeln. In der bekannten Figur des Rebellen Klaus Störtebeker machte er das Leiden und die Kraft der unterdrückten Volksschichten des 14. Jahrhunderts transparent. Auch Drehbücher flossen aus seiner Feder. Sehr bekannt geworden ist das Filmszenarium „Schlösser und Katen“ (1957) und andere DEFA-Verfilmungen wie „Vergesst mir meine Traudel nicht“ (1960) oder „Hexen“ (1954).
Kuba gehörte im Westdeutschland Adenauers zu den meistgeschmähten Schriftstellern der DDR. „Er wurde im Kalten Krieg bedenkenlos zur Unperson stilisiert oder einfach totgeschwiegen, so noch jüngst in einer zweiteiligen Fernsehproduktion zur Theaterlandschaft der DDR. Da wird Kubas Ballade vom Klaus Störtebeker auf der Naturbühne Ralswiek als bloßes Schiffeversenken geschmäht – ohne die Poesie der Aufführung oder die sprachliche Schönheit zu erwähnen“, schrieb Scherner in einem in der „UZ“ veröffentlichten Beitrag.
Kuba erfuhr hohe gesellschaftliche Anerkennung, aber auch harsche Kritik für das Theaterstück „Bauernkantate“ und für die „Karl-Marx-Kantate“. Kuba erhielt dreimal den Nationalpreis der DDR. Diese hohe Ehrung erhielt er nicht nur für seine literarischen Werke, sondern auch für sein Engagement. „Sein Haus war offen“, schreibt sein Freund E. Scherner, „und wer Fragen hatte, war willkommen. Die Antworten waren unkonventionell und schonungslos.“ Sein Schaffen war nie abgehoben. Er suchte immer wieder den Kontakt zu den Arbeitern, sei es als Klubleiter der Maxhütte oder mit seinem Aufruf an die Arbeiter am 17. Juni 1953.

Er konnte dem Atem der Welt widerstehen ohne selbstgerecht zu werden, er wusste um die Schwierigkeit. So heißt es in einem Gedicht „Schwer ist´s zu wachsen“:

„Wer kann dem Atem der Welt widerstehen?
Macht den Gelehrten zum Dichter, dem Lügenmaul führt er die Feder,
dass die Kontur dieses Lebens im Nebel verlischt.
Sträube dich Pegasus. Bäume dich – Flügelgaul.
Schlecht trägt der Lügenwind, doch wenn der Rohrstock zischt,
glaubt ihm ein jeder, ach! Glaubt ihm ein jeder.“

Ulla Ermen


Ehrenwimpel aus dem Bestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

Lebensdaten

1914 
Am 8. Juni wird Kurt Barthel (Kuba) in Garnsdorf bei Chemnitz
geboren als Sohn eines Eisenbahnarbeiters und einer Handnäherin.
Sein Vater wird kurz nach seiner Geburt von einem deutschen Offizier erschossen.
1920 – 1928 
Besuch der Volksschule – abgebrochene Dekorationslehre.
Er war Gründer der SAJ in Garnsdorf und der Roten Falken.
1932 
Beitritt zum Jungbanner. Nach Abschluss der Lehre wird er arbeitslos.
1933 
Er flieht nach Prag in die Tschechoslowakei.Bis zum Einmarsch der Truppen des faschistischen Deutschland ist er aktiv im kommunistischen Widerstand.
1934
Er schreibt die ersten Gedichte und Reportagen für die „Rote Fahne“. Er leitet die Laienspielgruppe „Neues Leben“. Kontakt zu Louis Fürnberg, der ihn förderte und zum Schreiben ermunterte.
1939
Flucht nach England; arbeitet als Maurer, Dachdecker und Landarbeiter.
Er lernt Ruth Berlowitz kennen.
1946
Rückkehr nach Deutschland. Er beteiligt sich am Aufbau der FDJ und wird Mitglied der SED.
1948
Kuba arbeitet als Redakteur des Dietz-Verlages in Berlin.
1949
Kuba wird Redakteur und Kulturhausleiter der Maxhütte in Unterwellenborn sowie künstlerischer Berater des Erich-Weinert-Ensembles. Freischaffender Künstler. Er erhält den Nationalpreis der DDR für den Band „Gedicht vom Menschen“. Er unternimmt Reisen in die Sowjetunion und nach China.
Es entsteht der Band „Gedanken im Fluge“.
1950 – 1951
Kuba wird Leiter der Arbeitsgruppe „Künstlerisches Wort“ bei der
zentralen Kulturkommission zur Ausrichtung der 3. Weltfestspiele.
1952
Erster Sekretär des Schriftstellerverbandes der DDR, Mitglied des ZK
der SED. Drehbuch zum DEFA-Film „Hexen“.
1953
Mitglied der Akademie der Künste und Abgeordneter der Volkskammer.
1956
Chefdramaturg am Theater in Rostock. Drehbuch „Vergesst mir meine Traudel nicht“.
1957
Drehbuch für den Film „Schlösser und Katen“.
1958
Nationalpreis der DDR für die dramatische Ballade „Klaus Störtebeker“.
1959
Nationalpreis für seine Arbeit an den Rügenfestspielen und der Aufführung „Klaus Störtebeker“.
1967
Kuba stirbt am 12. November auf einer Gastspielreise des Volkstheaters Rostock an einem Herzinfarkt.

Dienstag, 29. Mai 2012

Betriebskollektivvertrag VEB Eichsfelder Zementwerke Deuna


Diesem Betriebskollektivvertrag wurde nach intensiver Beratung in den Arbeitskollektiven auf einer gewerkschaftlichen Vertrauensleutevollversammlung zugestimmt und am 28. Januar 1987 von Betriebs – und Gewerkschaftsleitung des Betriebes unterzeichnet. Betriebskollektivverträge wurden jährlich in allen Betrieben der Volkswirtschaft der DDR in den Arbeitskollektiven auf demokratischer Grundlage beraten. Die Vorschläge, Hinweise und Kritiken aus den Kollektiven wurden in die Verträge mit eingearbeitet, auf Vertrauensleutevollversammlungen (VVV) der Betrieblichen Gewerkschaft beraten und beschlossen und von der Betriebsleitung und Gewerkschaftsleitung (BGL) als verbindliches betriebliches Dokument unterzeichnet. Ein BKV hatte den Charakter eines betrieblichen Gesetzes.




Mit freundlicher Genehmigung von Günther Tröge, (Gesellschaftswissenschaftler)

Samstag, 26. Mai 2012

Über den „Tag des Lehrers“ in der DDR


Avers der Auszeichnung "Verdienter Lehrer des Volkes"- aus dem Archivbestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

Die erste Etappe der Entwicklung des Bildungswesens der DDR wurde mit dem im Mai/Juni 1946 in den Ländern der Sowjetischen Besatzungszone verabschiedeten „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule" eingeleitet. Am 12. Juni 1946 hatten alle Landesverwaltungen dem Gesetz ihre Zustimmung gegeben. Fünf Jahre später, 1951, wurde dieser Tag erstmalig als „Tag des Lehrers" begangen.
Die Entscheidung, den 12. Juni zum „Tag des Lehrers" zu erklären, war Ausdruck der Anerkennung der großen Leistungen der Pädagogen, die sie tagtäglich für die Bildung und Erziehung der Jugend erbrachten. Ihr humanistischer Auftrag, alle Kinder des Volkes zu allseitig entwickelten Persönlichkeiten zu bilden und zu erziehen, erforderte ein hohes pädagogisches Engagement. Sie erzogen und bildeten die Jugend mit Klugheit, Liebe und Umsicht und bereiteten sie auf das Leben im Sozialismus vor. Sie konzentrierten sich in ihrer Tätigkeit auf die Erteilung eines qualifizierten Unterrichts, förderten die außerunterrichtliche Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler und unterstützten sie bei der Gestaltung ihrer Freizeit. Lehrer und Erzieher wirkten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben eng mit den Eltern und den von ihnen gewählten Vertretungen zusammen.
Revers der Auszeichnung "Verdienter Lehrer des Volkes"- aus dem Archivbestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.
Die Regierung der DDR widmete den Arbeits- und Lebensbedingungen der Pädagogen große Aufmerksamkeit. Mehrere Gehaltserhöhungen, eine zusätzliche Altersversorgung, die schrittweise Verringerung der Unterrichtspflichtzahl auf 21-23 Stunden pro Woche, die schrittweise Verringerung der Klassenfrequenzen auf durchschnittlich 21-22 Schüler pro Klasse, spezielle Arbeitserleichterungen für Lehrerinnen und Erzieherinnen mit eigenen Kindern sowie eine jährliche gehaltsabhängige zusätzliche Vergütung am „Tag des Lehrers" sind Ausdruck der Fürsorge und Wertschätzung der Lehrer und Erzieher durch die sozialistische Gesellschaft.
Der „Tag des Lehrers" war in der DDR aber nicht nur ein Symbol der hohen Wertschätzung und Achtung der Pädagogen. Er war auch Ausdruck der Tatsache, dass sich die DDR auch im Bildungswesen auf alles Wertvolle in der Vergangenheit stützte, es bewahrte und für die Lösung der neuen Aufgaben nutzte.
Am „Tag des Lehrers" erhielten Pädagogen die „Pestalozzi-Medaille für treue Dienste". Damit wurde an einen Pädagogen erinnert, dem das Wohl des Volkes und seiner Kinder tiefstes Anliegen des Herzens war und dessen Wirken sowohl für die Neulehrergeneration als auch für alle später ausgebildeten Pädagogen Richtschnur ihres pädagogischen Handelns war.

"Pestalozzi-Medaille" in Gold, Silber und Bronze aus dem Bestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.
Der „Tag des Lehrers" ist auch mit dem Namen des bedeutenden fortschrittlichen Pädagogen des 19. Jahrhunderts, Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg, verbunden. Die an diesem Tag ausgezeichneten „Verdienten Lehrer des Volkes" erhielten die „Diesterweg-Medaille". Diesterweg forderte eine gediegene wissenschaftliche Ausbildung aller Lehrer; er forderte von ihnen, am politischen Tagesgeschehen teilzunehmen, er rief sie zur ständigen eigenen Weiterbildung auf. Er wollte einen Lehrer, der sich durch ein hohes Berufsethos auszeichnet.
In den 50er Jahren erhielten nicht wenige Lehrer und Erzieher am „Tag des Lehrers" die „Wander-Medaille". Karl Friedrich Wilhelm Wander – ein Freund Diesterwegs – war im vollen Sinne des Wortes ein wahrer Volkslehrer. Seine Freunde nannten ihn in der Mitte des 19. Jahrhunderts den „roten Wander". Bald wurde das zu seinem Ehrennamen. Er kämpfte für die Einheit der Lehrerschaft: „Lasset uns als Brüder arbeiten an dem großen Werke, das uns anvertraut ist: an der Bildung des deutschen Volkes!" Diese Worte stammen aus einem1848 geschriebenen „Aufruf an Deutschlands Lehrer".
Und schließlich ist der „Tag des Lehrers" auch mit dem Namen des antifaschistischen Widerstandskämpfers, des Kommunisten Dr. Theodor Neubauer verbunden. In seiner 1920 in Erfurt erschienenen Schrift „Die Erziehung der sozialistischen Gesellschaft" entwickelte er einen Grundriß der inhaltlichen Gestaltung der sozialistischen Schule, in deren Mittelpunkt die Verbindung von Unterricht und Arbeit stand. Der Kampfgefährte von Clara Zetkin, Reichstagsabgeordneter und führender Funktionär der Kommunistischen Partei wurde von den Faschisten gehasst und verfolgt. Er gab sein Leben für seine politischen und pädagogischen Ideale. Die „Theodor-Neubauer-Medaille" wurde am „Tag des Lehrers" verliehen als Anerkennung für beispielhafte Verdienste bei der Erziehung der Jugend und beim Aufbau eines sozialistischen Schulwesens.
Rückblickend auf die Jahre der DDR gilt:
Die Lehrer und Erzieher in der DDR waren sich in ihrer überwiegenden Mehrheit ihrer großen Verantwortung immer bewusst und wurden zu Recht nicht nur am „Tag des Lehrers" geachtet, anerkannt und gewürdigt!
Und die Tatsache, dass es in der BRD einen solchen Tag des Lehrers nicht gibt und auch in der alten BRD nie gegeben hat, und dass das Bildungswesen der BRD unsozial ist und das Bildungsprivileg der Reichen bedient, verdeutlicht ein weiteres Mal, was die DDR geschaffen und geleistet hat und was für grundlegende Veränderungen in der BRD erforderlich sind und erkämpft werden müssen. 
Prof. Dr. habil. Günter Wilms
Vizepräsident und Institutsdirektor an der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR

Freitag, 25. Mai 2012

Über die "Flamme der Freundschaft" - Hettstedt im Mansfelder Land









Bild- und Quellennachweis: Informationsmaterial der Kreisleitung der SED des VEB Mansfeld Kombinat "Wilhelm Pieck" im Bestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.