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Donnerstag, 5. April 2012

In Erinnerung an einen großen Künstler der DDR: Konrad Wolf


 
Konrad Wolf starb vor 30 Jahren

"Als Konrad Wolf am 7. März 1982 starb, konnte sich diese Lücke nicht schließen. Es war diese Dreiheit, die ihn besonders machte: Filmemacher, Präsident der Akademie der Künste in der DDR und mit einer Biografie, die ihn in der Sowjetunion ebenso wurzeln ließ wie in Deutschland", so schrieb Margit Voss vor Jahren in dieser Zeitung. Sie fuhr fort: "Die meisten Ostdeutschen kennen zumindest einen seiner 14 Filme: ´Sonnensucher´, ´Ich war 19´, ´Solo Sunny´ oder ´Busch singt´. Sie haben die Bände des Dietz- und des Henschelverlages im Regal mit Aufsätzen, Reden, Gedanken Konrad Wolfs oder das Buch seines Bruders Markus ´Die Troika´, in dem diese wunderbare Freundschaft zwischen drei Jungen geschildert wird, die nach der Emigration in Moskau als Erwachsene in den USA, in Berlin-Ost und -West lebten und einander nicht vergessen konnten ...

Mit der Familiengeschichte der Wolfs blättern sie einen Fächer sozialpädagogischer, religiöser und politischer Verflechtungen im Deutschland des 20. Jahrhunderts auf, in dem der Arzt Friedrich Wolf als strenger Vegetarier, Propagandist von Freikörperkultur, sexueller Aufklärung und diszipliniertem Kampfgeist sowie als Dramatiker mit politischem und sozialem Engagement eine wichtige Rolle spielt ...

Vom Vater wurde in beiden Söhnen - Markus und Konrad - ein geistiges Fundament gelegt, das 1934 mit der frühen Emigration über die Schweiz und Frankreich bis in die Sowjetunion nur gefestigt werden konnte.

Die besondere Rolle, die Konrad Wolf schließlich im kulturellen Leben der DDR spielte, kann man nur begreifen, wenn man bedenkt, dass er erst elf Jahre später, 1945, wieder deutschen Boden in der Uniform der Roten Armee betrat. Für Konrad Wolf war dies der Beginn, sich den Deutschen neu anzunähern und gleichzeitig mitzunehmen auf den Weg persönlicher und historischer Quellenforschung. Dies bedeutete für ihn, Geschichten zu erzählen, in denen er seine Gedanken in Filmbilder übersetzte (von Kind an hatte sich Konrad Wolf malend die Welt angeeignet)." Konrad Wolf starb im Alter von 56 Jahren an Krebs.
Er liegt mit seinem Bruder Markus auf der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg begraben.

Eine weitere Würdigung Konrad Wolfs findet sich auf der folgenden Seite: Freidenkerverband Berlin

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