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Montag, 30. April 2012

Gedanken zum 1.Mai



Zum 1. Mai


Sechsjährig stand ich einst Spalier,

Beglückt zum 1. Mai.

Mir war, als ob ich dirigier,

Mit einem Fähnchen, nicht zur Zier,

Mein Herz war auch dabei.


Im Frühlingswind ich später bald

Die blaue Fahne schwang,

Voll Stolz, der heut’ noch widerhallt,

Daß meine Hand zur Faust geballt

Bleibt sichtbar lebenslang.


Da uns die Macht am 1. Mai

Gegeben in die Hand,

Gebietet diesem Tag die Weih’

Des Kampfes keinen Einheitsbrei

Vom deutschen Vaterland.


Denn wo die Bank wie der Konzern

Profitbesessen schröpfen

Stets unten die, ob nah, ob fern,

Heißt, die Enteignung zu begehr’n,

Als Kampfauftrag in Köpfen.


Der 1. Mai, ein Klassentag

Auch drum sogar Vermächtnis,

Weil immer in den Kämpfen lag

Erfahrung als Erfolgsertrag.

Nichtwissenwollen rächt sich.


Sieh deine Finger, eine Faust,

Sinngebend, Kraft und Mut.

Beweis, daß du dem Wir vertraust,

Das stürmisch um den Erdball braust

Als Sonnenaufgangsglut.


E.Rasmus

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