Zum 1. Mai
Sechsjährig stand ich einst Spalier,
Beglückt zum 1. Mai.
Mir war, als ob ich dirigier,
Mit einem Fähnchen, nicht zur Zier,
Mein Herz war auch dabei.
Im Frühlingswind ich später bald
Die blaue Fahne schwang,
Voll Stolz, der heut’ noch widerhallt,
Daß meine Hand zur Faust geballt
Bleibt sichtbar lebenslang.
Da uns die Macht am 1. Mai
Gegeben in die Hand,
Gebietet diesem Tag die Weih’
Des Kampfes keinen Einheitsbrei
Vom deutschen Vaterland.
Denn wo die Bank wie der Konzern
Profitbesessen schröpfen
Stets unten die, ob nah, ob fern,
Heißt, die Enteignung zu begehr’n,
Als Kampfauftrag in Köpfen.
Der 1. Mai, ein Klassentag
Auch drum sogar Vermächtnis,
Weil immer in den Kämpfen lag
Erfahrung als Erfolgsertrag.
Nichtwissenwollen rächt sich.
Sieh deine Finger, eine Faust,
Sinngebend, Kraft und Mut.
Beweis, daß du dem Wir vertraust,
Das stürmisch um den Erdball braust
Als Sonnenaufgangsglut.
E.Rasmus

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