Hans Marchwitza wurde am 25. Juni 1890 in Scharlry bei Beuthen geboren und starb am 17. Januar 1965 in Potsdam.
Der Sohn eines Bergarbeiters ging mit 14 Jahren als Kohlenschlepper in den Schacht und war ab 1910 im Ruhrgebiet als Bergarbeiter tätig. Wegen eines Streiks, an dem sich Marchwitza beteiligte, wurde er gemaßregelt. Ab 1915 war er Frontsoldat. Marchwitza wurde 1918 Mitglied der Soldatenratswehr und ab 1919 der USPD. Er beteiligte sich an den Kämpfen der Roten Ruhrarmee und trat 1920 in die KPD ein. Er publizierte eigene Geschichten und Erlebnisse im "Ruhr-Echo", in der "Roten Fahne" u. a. Zeitungen der KPD. 1929 trat er dem "Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" bei. Ihm gelang 1933 die Flucht in die Schweiz, und 1935 nahm er in Paris am I. Internationalen Schriftstellerkongreß teil. Dann kämpfte er in Spanien bei den Internationalen Brigaden und wurde nach ihrer Niederlage in Frankreich interniert. 1941 konnte er aus einem Lager mit Hilfe von Freunden in die USA entkommen, wo er sich dann als Gelegenheitsschriftsteller durchschlug. 1946 kehrte er nach Stuttgart zurück und siedelte 1947 nach Potsdam-Babelsberg über. Er war Gründungsmitglied des Deutschen Schriftstellerverbands. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen "Sturm auf Essen" (1930), "Schlacht vor Kohle" (1931) und die Trilogie "Die Kumiaks", "Die Heimkehr der Kumiaks", "Die Kumiaks und ihre Kinder" (Zürich 1934) sowie Erzählungen und Reportagen.
1950 wurde er Gründungsmitglied der Akademie der Künste der DDR. Für diese Aufgabe bedankte man sich 1950 mit dem Nationalpreis der DDR. Diese Auszeichnung wurde ihm nochmals 1955 und 1964 verliehen. Im selben Jahr berief man ihn zum Kulturattaché in Prag, dieses Amt hatte er bis 1951 inne. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde Hans Marchwitza vom Staatsrat der DDR mit dem Karl-Marx-Orden ausgezeichnet und erhielt den Ehrentitel „Dr. phil. h.c.“ der Humboldt-Universität. Im Alter von 74 Jahren starb Hans Marchwitza am 17. Januar 1965 in Potsdam. Im Alter von 74 Jahren starb Hans Marchwitza am 17. Januar 1965 in Potsdam. Seine Urne wurde in der Grabanlage „Pergolenweg“ der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg beigesetzt.
Da auch die Tradition der Nationalen Volksarmee in der DDR in enger Verbundenheit mit der Arbeiterbewegung und des Antifaschismus stand erhielten am 01. März 1965 die Kaserne des Grenzregiments-46 (GR-46) in Kleinmanchnow und 1. Dezember 1980 das Nachrichten-bataillon 40 (NB-40) in Blankenfelde den Traditionsnamen Hans Marchwitza. Ebenso die Kaserne der 3. Volkspolizeibereitschaft (3.VPB) in Potsdam-Eiche.
Da auch die Tradition der Nationalen Volksarmee in der DDR in enger Verbundenheit mit der Arbeiterbewegung und des Antifaschismus stand erhielten am 01. März 1965 die Kaserne des Grenzregiments-46 (GR-46) in Kleinmanchnow und 1. Dezember 1980 das Nachrichten-bataillon 40 (NB-40) in Blankenfelde den Traditionsnamen Hans Marchwitza. Ebenso die Kaserne der 3. Volkspolizeibereitschaft (3.VPB) in Potsdam-Eiche.
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| Aus dem Ausstellungsbestand des DDR-Kabinett-Bochum |
Über den Umgang mit Hans Marchwitza in Westdeutschland gibt folgender Artikel in der "Neue Rheinische Zeitung" Auskunft:



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