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Dienstag, 3. April 2012

Meine Heimat DDR - hier war ich Mensch, hier konnt' ich sein

Folgenden Beitrag von E.Rasmus veröffentlichen wir gerne an dieser Stelle:

Wenn es erlaubt ist, so füge ich meinen in der jW Online- veröffentlichten Leserbrief hier an. Diesen schrieb ich, bevor ich mich durchgerungen hatte, die Wiederholung des Streifens um 2.45 Uhr doch anzusehen. Neben dem in jeder Hinsicht souveränen Auftreten Margot Honeckers, schienen mir im Prinzip nur Friedrich Wolffs Äußerungen, objektiv, also politisch sachlich zutreffend zu sein. Der demagogische Versuch von seiten der Filmemacher und Medien, die aufrechte Kommunistin durch Verleumdungen und zweifelhafte Zeugen vorzuführen, schlug nicht nur fehl, sondern offenbarte bei vernünftiger Betrachtungsweise auch den Charakter dieses jeder menschlich-sozialen Vernunft zuwiderlaufenden Systems. Mit ihrem Geschwätz überzeugten mich sowohl die aus der alten BRD obwaltenden Herrschaften als auch die dort Neuangekommenen: sie sind vaterlandslose Gesellen, denn sie dienen dem Kapital, dem Gestern mit all seiner Menschenfeindlichkeit. Und deswegen würde ich mich nie auf einen personellen Vergleich einlassen, man müßte sich moralisch auf eine schiefe Ebene begeben. Das war auch mein Anliegen mit dem folgenden Leserbrief:

Meine Heimat DDR - hier war ich Mensch, hier konnt' ich sein
Ich halte einen Vergleich zwischen einer im Aufbau befindlichen sozialistischen Gesellschaftsordnung und ihren treu dienenden Partei- und  Staatsfunktionären - im Interesse dauerhaften Friedens für das Wohl einer übergroßen verständigen Mehrheit des Volkes - mit korrupten Handlangern des  Finanzkapitals in Selbstbedienungs-parlamenten und sozialfeindlicher Gesetzgebung nicht bloß für falsch, sondern finde ihn auch unwürdig. Und was den Arbeits- und Wohnalltag angeht, so ist heute hier die soziale Diskriminierung durch das große Geld, das außer Dekadenz, professioneller Heuchelei und Desinformation keinerlei Moral kennt, überhaupt nicht mit dem Charakter sozialistischer Arbeits- und Lebenskultur vergleichbar. Das ist wie Feuer und Wasser. Und ich erinnere mich meiner DDR mit Goethes "Prometheus" in bestem humanistischen Gesinnungseinklang. Dort heißt es abschließend:

"Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle Blütenträume reiften?
Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!"

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