1 Das Verfahren gegen Ethel und Julius Rosenberg wegen angeblicher Atomspionage für die Sowjetunion erregte Anfang der 50er Jahre weltweites Aufsehen. Das US-amerikanische jüdische Ehepaar wurde 1953 wegen »Verschwörung zur Verübung von Sabotage« in New York hingerichtet. Die Enttarnung des deutsch-britischen Kernphysikers Klaus Fuchs hatte dem FBI die Spur zu den Rosenbergs eröffnet.
2 Harold A. R. »Kim« Philby (1912–1988) war ein hochrangiger britischer Spion und sowjetischer Geheimagent
3 GRU steht für Glawnoje Raswediwatelnoje Uprawlenije und war die sowjetische Hauptverwaltung für Aufklärung.
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| Ruth Werner fotografiert von Gabriele Senft |
AG Antifaschismus Die Linke Treptow-Köpenick
Aufruf zum Gedenken – 105 Rosen für Ruth Werner!
Am 15.Mai 2012 wäre die
verdienstvolle Internationalistin Ruth Werner (Ursula Beurton, geborene
Kuczynski) 105 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass rufen wir dazu auf, der
aufrechten Antifaschistin zu gedenken und sich an diesem Tag um 16 Uhr vor dem
Eingang zum Friedhof Baumschulenweg (Kiefholzstraße 221-228) zu versammeln und
gemeinsam zum Grab von Ruth Werner zu gehen. Es sollte uns gelingen, dort 105
Rosen für die brillante Schriftstellerin und erfolgreiche Kundschafterin „Sonja“
niederzulegen. Darum rufen wir alle Freunde und Bekannten, alle Leserinnen und
Leser von Ruth Werner auf, sich zahlreich an dieser Gedenkaktion zu beteiligen.
Zeigen wir, dass sie nicht vergessen ist. Mit dabei sein werden die Tochter Ruth
Werners Janina Blankenfeld und die Söhne Michael Hamburger und Peter Beurton
sowie Tobias Hecht, Vorsitzender des Ruth-Werner-Vereins Carwitz-Feldberg, wo
Ruth Werner ein halbes Jahrhundert lang jährlich ihren Urlaub verbrachte.
Karin
Kant und Hans Erxleben, Sprecher der AG Antifa
Dieser Aufruf wird unterstützt
vom Bürgerkomitee Plänterwald
Erinnerungen von Hermann Kant...
...Schade, Herr Weidermann hat mein Angebot ausgeschlagen, wir sollten uns zu dem
von ihm gewünschten Gespräch statt im Café Weinstein im Großraum des Berliner
Büros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung treffen. Ich suchte sein
Interesse mit der Behauptung zu wecken, zu dieser Etage im Häuserblock
Mittelstraße/Charlottenstraße gegenüber der Universitätsbibliothek wisse ich
spannende Geschichten, doch zog der Journalist die edle Eckkneipe seinem edlen
Arbeitsplatz vor.
Womöglich wäre er andern Sinnes geworden, hätte ich gesagt, wen ich vor ungefähr
40 Jahren in der Mittelstraße Nr. 2 getroffen habe. Damals befand sich ADN in
diesem Gebäude, die Allgemeine Deutsche Nachrichten Agentur der DDR, und bei dem
Mitarbeiter des Hauses, mit dem ich verabredet war, handelte es sich um den
Übersetzer Len Beurton. In einschlägigen Kreisen galt er zu Recht als gewesener
sowjetischer Kundschafter; inzwischen gilt er zu einem gänzlich anderen Recht
als englischer Spion und Vaterlandsverräter. Ihm kann es egal sein, er ist tot.
Seiner Frau kann es auch egal sein, sie ist ebenfalls tot. Auch zu Lebzeiten hat
es sie wenig gekümmert, wie man ihren Mann oder sie benannte. Er war Soldat, sie
Offizier – Oberst oder Oberstleutnant, sie gab vor, es nicht genau zu wissen –
in der sowjetischen Militäraufklärung. Sie nannte sich unter anderem und aus
wechselnden Gründen Ursula Kuczynski, Ursula Beurton, Ruth Werner oder einfach
Sonja.
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| Ruth Werner und Hermann Kant nach deren Auszeichnung mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold (1982) Foto: Eulenspiegel-Verlag |
Wie Klaus Fuchs sie genannt hat, wenn er ihr seine zweckdienlichen, weil
wissenschaftlich fundierten Hinweise zum Bau einer Atombombe zur Weiterleitung
nach Moskau übergab, ist mir nicht bekannt. Als Gelegenheit gewesen wäre, ihn
danach zu fragen, nämlich während der von Stephan Hermlin initiierten »Berliner
Begegnung«, zu deren Teilnehmern wir beide gehörten, versäumte ich es
bedauerlicherweise – vielleicht, weil bei diesem Treffen gegen das Wettrüsten
Sprengsätze ganz anderen Kalibers zur Debatte standen.
Ruth Werner bestritt selbstverständlich auch mir gegenüber, jemals in die
Fuchs-Rosenberg-Affäre1 verwickelt gewesen zu sein. Die Regel, alles und jedes
nur dann einzuräumen, wenn es als unumstößlich bewiesen galt (und, natürlich,
das Einräumen von Moskau genehmigt worden war), wird ihr kompliziertes Leben ein
wenig vereinfacht haben. Ich aber durfte erst bei der Totenfeier für die
Funkerin von Richard Sorge und Mittelsperson für Klaus Fuchs über meine Genossin
Ruth Werner sagen: »Natürlich hat sie gewußt, daß sie keine Pelmeni-Rezepte nach
Moskau schaffte. Natürlich hat sie einmal gewußt, daß sie dabei war, den Göttern
in Los Alamos Blitz und Donner zu stehlen. Natürlich hat sie später gewußt, wie
nahe ihr das Feuer gewesen ist, in dem die Rosenbergs verbrannten.«
Len Beurton, um den es an dieser Stelle auch gehen muß und über den seine
Frau in »Sonjas Rapport« geäußert hat, er sei als ihr Aufklärungsassistent recht
anstellig gewesen, gab sich mir gegenüber weniger undurchdringlich als meine nur
dem Schein nach mitteilsame Berufskollegin, die neben Kinderbüchern ein weit
verbreitetes Buch über die hingerichtete Widerstandskämpferin Olga Benario
geschrieben hatte. Noch ahnungslos hinsichtlich des Weges, auf dem Len Beurton
aus England in die Mittelstraße von Berlin-Mitte gekommen war, legte ich zu den
englischsprachigen Drucksachen, die ich ihm seines Heimwehs wegen auf Bitten
Ruths bringen wollte, den Agententhriller »Yesterday’s Spy« von Len Deighton.
Und war von da an weniger arglos, weil der eine englische Len, während er den
Schmöker des anderen englischen Len in Händen hielt, bitter-melancholischen,
aber lauten Tones den Titel verlas.
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| Aus dem Bibliotheksbestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V. |
Der Gedanke plagt mich immer noch, ADN-Mitarbeiter Len Beurton könne die
Überschrift der unterhaltsamen Scharteke als plumpe Anspielung von mir
verstanden haben. Er hatte so eine Art, Gedrucktes des öfteren sehr persönlich
zu nehmen. Am Ende der Lektüre von »The Best and the Brightest«, David
Halberstams fulminanter Darstellung der Kennedy-und-Vietnam-Ära, hat er mir das
gloriose Pulitzer-Preis-Buch mit dem ratlos, ja fast verloren klingenden Satz
zurückgegeben: »And what please do I now?«
Auch wenn ich nicht mehr weiß, welchen Krieg man gerade schrieb, als ich den
nunmehrigen Übersetzer im damaligen ADN- und nachmaligen FAZ-Haus besuchte,
wußte Len Beurton im allgemeinen durchaus, was wann zu tun sei. Man mußte in ihm
einen Aufklärer im doppelten Wortsinn sehen. Dem Spanienkämpfer genügte es
nicht, Kanonen-Blaupausen zu entwenden und an rote Adressen weiterzusenden. Viel
mehr lag ihm daran, ganze Haubitzen-Mannschaften umzudrehen oder doch wenigstens
einzelne Schützen zu veranlassen, ihre Flinten auf den wirklichen Feind zu
richten. War ein solcher nicht vorhanden, erprobte er seine agitatorische Kraft
auch an Frau oder Freund.
Wirklich schade, daß Herr Weidermann mich nicht im Großraum der FAS treffen
wollte, denn während ich ihm dort von Len Beurton bei ADN erzählt hätte, wäre
vielleicht gerade besuchsweise Herr Schirrmacher von der wochentäglichen FAZ
vorbeigekommen, um mich nach kurzem Hinhören zu fragen, ob ich, dessen
verläßliche Promptheit ihm bekannt sei, nicht eine Glosse für sein Blatt aus dem
eben genannten Vorkommnis machen wolle.
Das könne ich tun, hätte ich wahrscheinlich geantwortet und hinzugefügt, um
jedoch über eine bloße Personalie hinauszugelangen, würde ich eine
kartographische Meile in den Zirkel nehmen, dessen Spitze auf die Berliner
Niederlassung der FAZ setzen und einen, wahrhaft gehaltvollen, Bogen um das
Grundstück Mittelstraße 2 schlagen. So ließen sich, hätte ich gesagt, einige
noch nicht oder nur ungenügend benannte, aber belangreiche Begebnisse ins
Öffentliche liefern, die innerhalb des engen Kreises mit meiner Beteiligung
stattgefunden hätten. – Was im übrigen die verläßliche Promptheit angehe, habe
es Herr Schirrmacher an ihr nicht fehlen lassen, als sie mir nötig gewesen sei.
Das leicht geheimnisvoll in Rede Stehende soll, weil es sich außerhalb der
genannten Zirkelspanne zutrug, aber unerläutert nur Mißverständnisse hecken
könnte, gleich behandelt werden. Als die Frankfurter Buchmesse 1995 vom Spiegel
mit einem Sonderdruck-Vorläufer des Gauck/Corino/Naumann-Produkts »Die Akte
Kant« eröffnet worden war, gehörte der heutige Mitherausgeber der FAZ zum
Publikum, vor dem ich am Messeplatz aus dem Buch »Abspann. Erinnerung an meine
Gegenwart« gelesen hatte. Am Ende der Diskussion fragte er, ob ich bereit sei,
in seinem Tageblatt auf das zu antworten, was das Wochenblatt am Wochenende mit
einem Flyer vorbereitet habe und am Montag in voller Länge verbreiten werde.
Besser konnte für mich gar nichts sein. Ich fuhr am Sonntag nach Berlin,
kaufte am Montag das Journal, schrieb eine Entgegnung mit dem Hauptsatz »Ich war
ungefähr so geheim wie der Marx-Engels-Platz«, wurde pünktlich um 14 Uhr aus
Frankfurt angerufen, diktierte, was vorerst zu sagen war, hörte Schirrmachers
Versicherung: »Wir bringen es morgen« und sah es am Dienstag korrekt gedruckt. –
Gegen den Rest der Frankfurter Allgemeinen Zeitung habe ich, um es angemessen
milde zu sagen, den einen oder anderen Einwand, gegen ihren Umgang mit meiner
Erwiderung jedoch kann ich nicht das Geringste vorbringen.
Zurück zur Yesterday’s-Spy-Story: Von ihrem Rest ließe sich, führte es nur
nicht so weit aus dem Zirkel um die Sonntagszeitung hinaus, lange erzählen. Len
Beurton litt an Parkinson und keineswegs, wie ich schändlicherweise nach dem
Verzehr zu vieler Bücher über Philby2 und Co. zunächst gedacht hatte, an der
Berufskrankheit der Ausspäher, besonders der stillgelegten, die zartfühlend
Alkoholproblem genannt wird. Er wurde lahm und taub und blind, und im Maße, wie
seine Anstelligkeit einer Hinfälligkeit wich, mußte Ruth sein Stab und Stecken
sein. Buchstäblich, weil er die kleine Treppe im beinahe englisch kleinen
Reihenhaus bald nicht mehr allein bewältigte. Als auch die Augen kaum noch
wollten, hat die Frau – ich weiß es, wir alle wurden von ihr in die Suche
einbezogen – kein optisches Gerät ungeprüft gelassen, das dem Mann eine
Lesehilfe zu sein versprach.
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| Aus dem Bibliotheksbestand des DDR-Kabinett-Bochum e.V. |
Von Ruth Werner innerhalb des von mir eingegrenzten Bezirks zu handeln, ist
legitim, weil auch der Platz, an dem ich sie allmonatlich traf, im Zirkel um das
ADN/FAZ-Quartier lag. Wir gehörten zur Parteileitung der Berliner
Verbandssektion und sahen uns regelmäßig in der Liebknechtstraße, wo sich
Ostberlins Schriftsteller einige Verwaltungs- und Versammlungsräume mit
Ostberlins bildenden Künstlern teilten. Das schreibt sich so hin, rechtfertigt
jedoch den Einwurf, daß die Mietkosten der von uns zu berufsständischen Zwecken
benutzten Immobilie am Fuße des Fernsehturms inzwischen wegen der Schlendernähe
zu Rathaus, Alexanderplatz, Lustgarten und Museumsinsel weit oberhalb der
Grundstückspreis-Schmerzgrenze liegen dürften.
Ruth schätzte es, wenn ich sie nach unseren weltbewegenden Beschlüssen zu
ihrem in Baumschulenweg nicht eben verkehrsgünstig gelegenen Reihenhausteil
fuhr, und mir gab es nicht nur einen sehr vertretbaren Grund, einige Kilometer
länger an meinem Lieblingsplatz, dem hinterm Lenkrad, zu sitzen. Wir waren beide
Schriftsteller und Freunde genug, um mit Grimm oder Vergnügen alles zu bereden,
was uns nach unserer Meinung anging. Und vorzüglich das, was uns nach der
Ansicht anderer überhaupt nichts anging.
Hier falle ich mir ins konspirative Wort, weil ich sehe, wie der
Literaturredakteur der FAS und der Herausgeber der literaturvertrauten FAZ sich
fragen, ob sie jemals vom belletristischen Œuvre der Schriftstellerin Werner
genossen hätten. Vermutlich nicht, denn zumindest in einem Belange hat man es
hier mit einer krassen Nichtpoetin zu tun. Während der wahre Dichtersmensch
immerfort, wenngleich meist bei wechselnder Camouflage, lauthals
hinauszuschreien pflegt, was ihm an zentraler Herzensstelle geschehen ist, und
sich darüber hinaus bereit zeigt, öffentliche Mitteilungsblätter mit höchstdero
eigenem Erleben in höheren Kreisen oder klandestinen Zirkeln auszufüllen, hatte
Ruth von derartigen Angelegenheiten fein stillezuschweigen.
(Wobei mir einfällt: Dieser Tage stellte ich einem Achtjährigen die törichte
Frage, was er denn einmal werden wolle, und bekam sogleich die erstaunliche
Antwort: »Geheimagent«. Aus tiefstem Schriftstellerherzen antwortete ich, das
Dumme an diesem schönen Beruf sei nur, man dürfe mit keinem darüber reden. –
Wenn ich den Knaben richtig las, hat das Gewerbe seither einen Kandidaten
weniger.)
Hätte man aus den von Ruth Werner bevorzugten Gesprächsthemen ihre Profession
ableiten wollen, wäre man womöglich auf Kindergärtnerin oder Sozialanwältin
verfallen, aber gewiß nicht auf Geheimdienstlerin. Ganz einfach, weil
dergleichen von ihr wenig, ja so gut wie nicht beredet wurde. Als ihr
ungarischer GRU-Kollege3 Rado in seinem Buch »Dora antwortet« vermutet hatte,
die Agentin Sonja habe einer Schwäche nachgegeben und ihren Posten verlassen,
war ihr das Dementi immerhin einen kurzen unmutigen Satz wert; danach
beherrschten wieder Umweltsünden und Verlegersitten den Austausch zwischen uns.
Zu dem, was in einer englischen Publikation über sie als Botin von Klaus Fuchs
enthüllt worden war, und zwar im Tone höchsten professionellen Lobes, sagte sie
nur: »Das, was die dazu schreiben, stimmt nicht.«
Zugleich aber bildete die Tätigkeit, der sie seit Anfang der dreißiger Jahre
nachgegangen war, einen unversteckten Teil ihres Alltags, von dem sie, wenn es
sich nicht vermeiden ließ, redete, als habe sie beim Roten Kreuz gedient. Der
Agentenlohn, über den man immer so Kitzelndes hört, bestand in ihrem und Lens
Falle aus einem Ferien- und Arbeitshäuschen, das zum Carwitzer Nachlaß von Hans
Fallada gehörte. Wie der sonst so geheimnistuerische Hauptnutzer des Anwesens
hieß, ersah der Besucher aus Einprägungen in den simplen Kantinenbestecken, mit
denen das Wernersche Erholungsquartier bei Feldberg ausgestattet war. MfS stand
in Messer-, Gabel- und Löffelstiel eingestanzt, was Ministerium für
Staatssicherheit bedeutete und nicht, wie die forschenden Ämter immer so falsch
sagen, Staatssicherheitsdienst, und nicht, wie die forschen Blätter immer so
falsch schreiben, Stasi.
In Mecklenburg war es infolge der Verkehrsgegebenheiten von mir in Prälank zu
Ruth in Carwitz zwar an Kilometern wesentlich weiter, aber an Minuten nur wenig
länger als von Berlin-Baumschulenweg nach Berlin-Hessenwinkel. Weshalb wir uns
auch auf dem Lande öfter sahen. Soweit es die Tonlage oder den Themenfächer
betraf, machte es für unsere Gespräche keinen Unterschied. Immer einmal mußte
ich sie bitten, sich als Schriftstellerin nicht klein zu reden; immer einmal
forderte sie mich auf, nicht großzutun. Freundschaft drückt sich in vielem aus,
in solchen Ermahnungen ganz sicher.
Des öfteren habe ich mehrere Frauen bei Namen genannt, die wesentlich älter
als ich und, so oder so, von starkem Einfluß auf mich gewesen sind. Bei allen
Unterschieden waren ihnen zwei biografische Elemente gemeinsam: ihre jüdische
Herkunft und ihre kommunistische Gesinnung. Vielleicht aus Gründen einer
konspirativen Haltung, die mir von Ruth Werner angeflogen war, habe ich sie
bisher nicht in dieser Reihe genannt. Das sei als Ehren- und Dankessache hiermit
nachgetragen.
alle Texte aus:
Funksprüche an Sonja. Die Geschichte der Ruth Werner,
hrsg. von Rudolf Hempel
256 S., gebunden, mit rund 70 Abbildungen
Verlag Neues Leben
(ISBN 978-3-355-01731-2)
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Anmerkungen
1 Das Verfahren gegen Ethel und Julius Rosenberg wegen angeblicher Atomspionage für die Sowjetunion erregte Anfang der 50er Jahre weltweites Aufsehen. Das US-amerikanische jüdische Ehepaar wurde 1953 wegen »Verschwörung zur Verübung von Sabotage« in New York hingerichtet. Die Enttarnung des deutsch-britischen Kernphysikers Klaus Fuchs hatte dem FBI die Spur zu den Rosenbergs eröffnet.
2 Harold A. R. »Kim« Philby (1912–1988) war ein hochrangiger britischer Spion und sowjetischer Geheimagent
3 GRU steht für Glawnoje Raswediwatelnoje Uprawlenije und war die sowjetische Hauptverwaltung für Aufklärung.





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