Das Berliner Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und
Menschenwürde e. V. (BüSGM) verlieh am 24. Juni seinen
Menschenrechtspreis für das Jahr 2012
Am 24. Juni 2012 verlieh das BüSGM im Münzenberg-Saal des Neues Deutschland-Gebäudes in Berlin den »Preis für Solidarität und Menschenwürde 2012« an die Lagerarbeitsgemeinschaft (LAG) Buchenwald-Dora und den berühmtesten Radsportler der DDR Gustav-Adolf (»Täve«) Schur.
In seiner Begrüßungsrede sprach der BüSGM-Vorsitzende Peter Dietrich dem anwesenden Botschafter der Republik Kuba das Beileid des Vereins und der Anwesenden zum Tod des Rechtsanwalts Roberto Gonzáles aus. Die Anwesenden ehrten den Verstorbenen mit einer Schweigeminute. Ein Grußwort von Klaus Huhn wurde mit Beifall aufgenommen
Die Teilnehmer der auch in diesem Jahr gut besuchten Festveranstaltung konnten sich an der musikalischen Begleitung von Gina Pietsch und dem Pianisten Uwe Streibel erfreuen. In ihrer einmaligen Vortragsart erinnerte die Sängerin mit der »Glocke von Buchenwald« an die von den Faschisten in Konzentrationslagern ermordeten Kommunisten, Sozialisten und Antifaschisten anderer politischer Orientierung.
In seiner politischen Grundsatzrede erinnerte der Vorsitzende des BüSGM, Gert Julius, an den wieder aufkeimenden Faschismus in Deutschland und den Schutz der Aufmärsche der Neofaschisten durch die Polizei. Er kritisierte die Rede des Bundespräsidenten in der Bundeswehrakademie, in der dieser das für einen Christen gültige fünfte Gebot »Du sollst nicht töten« sinngemäß in »Du darfst aber töten lassen« umwandelte.
Nach der Würdigung der Verdienste der LAG Buchenwald-Dora und des Muts seines Vorsitzenden, des Buchenwald-Häftlings Günter Pappenheim, der 1943 vor französischen Zwangsarbeitern die »Marseillaise« spielte, setzte sich Gert Julius kritisch mit der Weigerung der Repräsentanten des Kapitals und seiner Erfüllungsgehilfen in der Regierung auseinander, »Täve« Schur die Aufnahme in die »Hall of Fame« zu verweigern. Wörtlich sagte Julius: »Daß Dir, lieber Täve, als Antifaschist und Vertreter des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden von Vertretern des Kapitals und ihren Erfüllungsgehilfen in der Politik die Aufnahme in die Ehrenhalle von Sportlerinnen und Sportlern der BRD verweigert wurde, (...) sollte Dir nicht Verdruß bereiten, sondern eine Ehre sein.«
Die Laudatio des Bundesvorsitzenden der VVN/BdA, Prof. Dr. Heinrich Fink, für die LAG beleuchtete umfassend die Arbeit des Vereins. Nach der Übergabe des Preises, einer Karl-Marx-Büste, und der Ehrenurkunde durch den Vorsitzenden des BüSGM, Lothar Nätebusch, an den stellvertretenden Vorsitzenden der LAG, der den erkrankten Günter Pappenheim vertrat, nahm Peter Hochmuth eingehend zur Bedeutung und das Engagement des Vorsitzenden Günter Pappenheim Stellung.
Vor der Ehrung für »Täve« richtete der Vorsitzende der GRH, Hans Bauer, ein Grußwort an die Anwesenden. Nachdem Olympiasieger Klaus Köste in seiner Laudatio für »Täve« über das Leben und die Verdienste des Ausgezeichneten als Sozialist und Vertreter einer anderen Gesellschaftsordnung berichtete, übergab unter großem Beifall der Teilnehmer Lothar Nätebusch »Täve« Schur den Peis und die Ehrenurkunde. In seiner bescheidenen Art bedankte sich der Ausgezeichnete für die Preisverleihung. Er kritisierte die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse und erläuterte seine Auffassung über Solidarität und Menschenwürde.
Eine besondere Ehre für die Veranstalter und die Preisträger war die Teilnahme des Botschafters der Republik Kuba, Raúl Becerra Egaña, der ein Grußwort an die Anwesenden und Preisträger richtete, und seines Stellvertreters Eduardo Lazo Pérez an der Festveranstaltung.

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