Sehr geehrte Damen und Herren,
Soeben ist uns die Information zum Ausschluß der GBM aus Ihrer Vereinigung zugegangen und wir sind bestürzt!
War doch unseres Wissens nach die GBM gerade eine der Organisationen, welche für die neuen Bundesländer, genauer gesagt, für die Menschen der neuen Bundesländer eine wichtige Stimme darstellte und soweit wir dies wissen, ein konstruktiver Mitarbeiter in Ihrer Vereinigung war!
Wir sind bisher davon ausgegangen, dass Ihre Organisation, gerade über die Verschiedenartigkeit bestimmter Standpunkte und Auffassungen hinweg, sich mit den Menschenrechtsfragen auch hier in unserem Land beschäftigt hat und deshalb dazu die Mitarbeit aller möglicher Vereinigungen und Kräfte der Nichtregierungsorganisationen nutzen sollte? Wie man da ein Mitglied ausschließen kann, ist uns unklar und noch unklarer ist, wer einen solchen Antrag überhaupt in Ihr Gremium einbringt?
War es nicht gerade die Forderung zur Zeit von 2 deutschen Staaten, Meinungsfreiheit, Pluralismus und verschiedene Standpunkte auch zu politischen Fragen in der ehemaligen DDR erzwingen zu wollen? Wie passt denn dies nun mit der derzeitigen Arbeitsweise Ihrer Organisation im Zusammenhang mit der GBM zusammen?
Ist es nicht normal, dass es zu bestimmten Themen konträre Auffassungen geben sollte? Der Osten Deutschlands hat ja wohl das Recht auf eine eigene Sichtweise bestimmter Ereignisse und Entwicklungen, auch wenn diese nicht von allen anderen geteilt werden sollte. In diesem Zusammenhang ein Ausschlußverfahren einzuleiten erscheint uns so ungeheuerlich das wir es noch immer nicht glauben wollen! Es erinnert uns an Praktiken, die immer verurteilt wurden!
Wir bitten Sie, in Ihrer nächsten Vollversammlung unsere Auffassung dazu Ihren Mitgliedern vorzutragen und Ihre Entscheidung dazu nochmals zu Überdenken.
Wir würden es als großen Verlust bedauern, wenn sich Personen in Ihrer Vereinigung durchsetzen würden, welche Standpunkte und Meinungen diktieren, gegenteilige Meinungen zu unterdrücken suchten und Mitglieder zwingen wollen, bei Strafe Ihres Ausschlusses, eine gegenteilige Meinung übernehmen zu müssen.
Wir würden es bedauern, wenn eine Organisation wie die GBM nicht Mitglied bei Ihnen bleiben würde und Ihre Glaubwürdigkeit wird bei den Menschen, die erfahren wie hier vorgegangen wurde, erheblichen Schaden nehmen.
Dies gilt es unserer Meinung nach zu vermeiden und wir ersuchen Sie, alles nur Mögliche zu tun, um diese Fehlentscheidung rückgängig zu machen!
In diesem Sinne verbleiben wir mit hoffnungsvollen Grüßen,
i.A.
W. Klötzer - Leiter des Singeclubs "Ernesto Che Guevara" Dresden e.V.

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